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Was wäre eine Theaterinszenierung, wenn man nicht hören könnte, was die Schauspieler sprechen? Was wäre, wenn alles dunkel bliebe? – Ein interessantes künstlerisches Experiment würde vielleicht manch einer sagen. Mag sein. Aber im Normalfall möchten wir, die wir im Saal sitzen, doch alles verstehen und sehen können, was an spannendem Spiel auf der Bühne geschieht. Und genau dafür sorgt das Technikteam, das sich in die Abteilungen Elektronik, Ton- und Lichttechnik gliedert.


Elektronik

„Wir brauchen da eine Straßenlampe auf der Bühne" oder „eine blinkende Lichterkette wäre doch so schön" oder „hinter der Bühne benötigen wir noch zwei Steckdosen" sind nur wahllos herausgegriffene Sätze, die unsere Techniker bei den vielfältigen Inszenierungen zu hören bekommen. Alles, was mit Strom zu tun hat, wird hier gemanagt und umgesetzt, teilweise in enger Zusammenarbeit mit dem Bühnen- und Kulissenbau, wenn z.B. ein Regisseur auf die Idee kommt, eine drehbare Bühne zu benötigen, die aber natürlich motorisiert.

Tontechnik

Da werden dutzende Meter Kabel verlegt, Mikrophone eingepegelt und Soundchecks unternommen. Das Hauptziel ist, die Schauspieler glasklar hörbar zu machen. Darüber hinaus gilt es aber, eine Vielzahl von Effekten, Geräuschen und Musikeinspielungen zu gewährleisten, die zur Atmosphäre des Bühnengeschehens beitragen. Da heißt es auch, recherchieren und der Regie Angebote zu machen. Modernstes Equipment und Tondatenbanken unterstützen unsere „Tonis" bei ihrer anspruchsvollen Aufgabe.


Lichttechnik

Computergestützte Beleuchtung ist mittlerweile der Standard bei unseren Inszenierungen. Welche Farbkombination ist für welche Szene sinnvoll? Wie sind die hochmodernen LED-Strahler mit den klassischen Scheinwerferbatterien so zu kombinieren, daß das beste Ergebnis dabei herauskommt? Wie bekommen wir die Schatten raus? Dies ist das tägliche Brot unserer Lichttechniker, die mit jeder Inszenierung vor neue Aufgaben gestellt werden. Besonders spannend wird das dann, wenn Filme und Bilder mittels Projektor oder Beamer eingespielt werden müssen und zusammen mit der Tontechnik alles „wie aus einem Guß" wirken muß.

Klaus

Alle drei Technikbereich arbeiten eng zusammen und haben sogar ein eigenes Maskottchen: Klaus den Igel. Mal abgesehen davon, daß unsere Techniker mit Vorliebe Mettigel verspeisen, war Klaus einmal ein nächtlicher Besucher, der unsere feiernden Techniker im Amthof besuchte. Dies schien ihm so gut gefallen zu haben, daß er in den folgenden Nächten immer mal wieder vorbeischaute und seitdem zum „Wappentier" der Abteilung avancierte. Übrigens dient das Beschriebene als Hinweis, daß unsere Technikabteilung ein lustiger und lebensfroher Haufen ist.

Interesse dabei zu sein?

Mögen Sie Mettigel? Lieben Sie Herausforderungen? Löten Sie gerne? Finden Sie Maschinen mit vielen Knöpfen und Reglern faszinierend? Sind Sie ein geselliger Mensch? – Dann sind Sie bei unseren Technikern genau richtig, denn diese kann man in einem so großen Verein mit so vielen Inszenierungen und unterschiedlichsten Anforderungen nie genug haben. Ihr Ansprechpartner ist Wolfgang Abend (wabend(at)bad-camberger-festspiele.de).