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Theater im historischen Amthof von Bad Camberg

Eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt ist die Fachwerkbautengruppe des Amthofs. Sie erstreckt sich über eine Frontlänge von 155 Metern und gehört damit zu den größten Fachwerkbauten in Hessen. Das repräsentative Gebäude wurde 1605 auf den Grundmauern des Vorgängergebäudes errichtet. In den folgenden Jahren bis 1669 wurde es weiter ausgebaut und die ursprünglich drei Einzelhöfe zu einem Gesamtensemble verschmolzen. Der Amthof war Sitz und Wohngebäude der Oberamtmänner des kurtrierischen Amts Camberg. Mit der Auflösung des Amts 1815 verlor er seine Bedeutung. 1942 erwarb die Stadt den Amthof. 1989 ließ sie ihn umfassend sanieren.


Die erste Inszenierung der im gleichen Jahr gegründeten Bad Camberger Festspiele war das Historienstück „Gerhard Langenbach, der Schultheiß von Camberg". Es wurde unter reger Teilnahme Camberger Bürger im darauf folgenden Jahr mit großem Erfolg aufgeführt.

Seit dieser Zeit finden alljährlich im malerischen Innenhof unter der weit ausladenden Linde Aufführungen statt. Über 40.000 Besucher haben mittlerweile Freud und Leid von Open-Air-Veranstaltungen erleben dürfen. Neben überwiegend lauen Sommerabenden gab es natürlich auch schon mal jene mit „Wind und Wetter", wo man gut beraten war, eine wärmende Decke und Regensachen im Gepäck zu haben.